5 Fragen an Maya Rasker

1. Welches Buch hätten Sie selbst gern geschrieben?

Das Buch, das ich am liebsten geschrieben hätte, ist das eine, dass ich noch nicht geschrieben habe; all die Romane und Handlungsstränge und Personen, die ununterbrochen in meinem Kopf leben und darauf warten »wirklich« zu werden oder zumindest auf Papier auftauchen.
Neben diesen ungeborenen Büchern würde ich, wenn ich könnte, gern in der Tradition von Cervantes’ »Don Quixotte« schreiben – ungehemmt von Konventionen, spielerisch mit Fakten und Fiktion, im Grunde endlos (bis der Autor selbst beschließt, dass das Werk beendet ist und es am Leser ist, die Geschichte fortzuführen).

2. Welches Buch nimmt bei Ihnen unnötig Platz weg, ist aber immer noch da?

Meinem Computermonitor dient das »The King’s English Dictionary« als Sockel – massiv, marode, vorgestrig und unmöglich loszuwerden.

3. Wann sind Sie mit einem Buch zufrieden?

Das Gefühl der vollen Befriedigung stellt sich nie ein, eher folgt der Drang einen nächsten Roman zu schreiben – natürlich einen noch besseren als den vorangegangenen.

4. Sind Sie schon einmal einem Buchinhalt nachgereist?

Ich bin dem Garten Eden nachgereist, von dem es in meiner antiken Familienbibel eine Karte gab; auf der wurde er im Südiran nahe der Irakischen Grenze und des Persischen Golfs dargestellt. Das ist heutzutage nichts anderes als Kriegsgebiet.

5. Wer oder was verführt Sie zu Büchern?

An allererster Stelle ist es die Sprache, die mich dazu verführt ein Buch zu wählen, zu kaufen, zu lesen. Sprache ist im Leben und der Literatur immer sowohl verführerisch als auch tröstlich – unwiderstehlich.


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